Streetwork

Zielsetzung ist das Aufsuchen, die Beziehungspflege und Stabilisierung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 12–27 Jahren, die sich “auf der Straße” und im öffentlichen Raum aufhalten:

  • Junge Menschen in akuten Krisensituationen wie Drogen- oder Alkoholproblematik
  • Jugendliche mit Tendenzen zum Konsum von Suchtstoffen ohne jegliches Risikobewusstsein
  • Junge Erwachsene, die sich herkömmlichen Angeboten entziehen oder dort ausgegrenzt sind

Streetwork beinhaltet dabei folgenden Aspekte und Arbeitsbereiche:

  • Psychosoziale Prävention
  • Beratung und Unterstützung
  • Krisenintervention
  • Berufs- und arbeitsmarktbezogene Beratung
  • Cliquenbezogene Kultur- und Freizeitpädagogik
  • Mediation
  • Vermittlung zwischen subkulturell orientierten Jugendlichen und Erwachsenen sowie Ämtern
  • Einwirken auf Planungsprozesse, Öffentlichkeitsarbeit

Streetwork heißt Kommunikationsprozesse mit Jugendlichen zu entwickeln und sich in deren Netzwerke einzuklinken. Für die Streetworkerin bedeutet dies viel Eigeninitiative, eine hohe Frustrationstoleranz, Beharrungsvermögen und Einfühlsamkeit.

Mobile Jugendarbeit enthält die Elemente Streetwork, Einzelfallhilfen, Cliquenbetreuung und Gemeinwesenarbeit. Arbeitsprinzipien sind Akzeptanz, Freiwilligkeit, Parteilichkeit, Anonymität, Verbindlichkeit und Flexibilität.

Streetwork ist ein regelmäßiges Kontaktangebot zu jungen Menschen an ihren Treffpunkten und Sozialräumen und ermöglicht einen Zugang zur Lebenswelt der jungen Menschen.

Für die kontaktierten Jugendlichen werden im Bedarfsfall Einzelfallhilfen angeboten wie z.B. ein persönliches Gespräch, Kontakte mit der Bewährungshilfe oder Jugendgerichts-hilfe.

Präziesiert werden können die Ziele von Streetwork und Mobiler Jugendarbeit mit:

  • Erweiterung der sozialen Handlungskompetenz von Jugendlichen
  • Erschließung gesellschaftlicher (Fremdhilfepotenzial) und individueller Ressourcen (Selbsthilfepotenzial)
  • Entwicklung und Unterstützung bei der Umsetzung von Lebensperspektiven
  • Reduzierung und Vermeidung gesellschaftlicher Benachteiligungen
  • Entwicklung inhaltlich-fachlicher und sozialpolitischer Einmischungsstrategien
  • Vertretung der Interessen von Cliquen
  • Orientierungshilfen bei verschiedenen Lebensfragen.

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